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Schultheatertage-Aufführung "Der Revisor"
24.05.2012 19:00 - 24.05.2012Aufführung im Rahmen der Kemptener Schultheatertage. Gemeinschaftsprojekt Astrid Lindgren Haus und Allgäu Gymnasium Kempten.
Weitere Informationen finden Sie hier.Kunst im Park
24.06.2012 - 24.06.2012Fahren - Feiern - Flohmarkt
28.07.2012 - 28.07.2012Freie Stellen
13.10.08 Selbstbestimmt und ohne Ausgrenzung ein Teil der Gesellschaft sein
Allgäuer Zeitung vom 13.10.08
Jubiläum "Verein für Körperbehinderte feiert sein 50-jähriges Bestehen.
Waltenhofen: Aus dem Kampf gegen das schwere individuelle Schicksal geht manchmal etwas für die Allgemeinheit Gutes hervor. "In Ausgsburg fanden sich 1958 engangierte Eltern zusammen, die sich nicht mehr damit abfinden wollten, dass ihre spastisch gelähmten Kinder gesellschaftlich ausgegrenzt werden", sagte Vorsitzender Dr. Klaus Hunold bei der 50-Jahr-Feier seines "Vereins für Körperbehinderte Allgäu" in der Mehrzweckhalle in Waltenhofen. Der Allgäuer Verein ging aus der Augsburger Initiative hervor.
Der Kemptenen Oberbürgermeister Dr. Ulrich Netzer bedauerte, dass beim Wort "Behinderung immer noch zu viele daran denken, was der Betreffende nicht kann. Die Verantwortlichen des Vereins hingegen sehen den ganzen Menschen". passend zu dieser Äußerung lautete das Thema der anschließenden Podiumsdiskussion "Vorm Sorgenkind zur Inklusion". Der Geschäftsführer des Vereins, Reinhold Scharpf, meinte dazu: "Inklusion bedeutet, daß alle dazugehören.Daraus ergibt sich eine ganz andere Sichtweise auf Menschen mit Behinderung". Das hierbei noch manches im Argen liegt, machte die 18-jährige Nathalie Schwenk deutlich, die selbst im Rollstuhl sitzt und die Berufsvorbereitungsklasse der Astrid-Lindgren-Schule besucht: "Ich sehe mich manchmal als Sorgenkind, wenn es darum geht eine Asubildungsstelle zu bekommen und Kontakte zu knüpfen."
Simone Magel-Dipre, Elternbeiratsvorsitzende der Astrid-Lindgren-Schule bestätigte diesen Eindruck: "Ich habe Angst um die Zukunft meiner 15-jährigen Tochter, da die Teilnahme am öffentlichen Leben nicht mehr so gewährleistet ist. Sie hat große Schwierigkeiten, Bekanntschaften zu finden." Deswegen müssen die Bezirke die Entstehung von Netzwerken für Behinderte fördern, bekräftigte der Bezirkstagspräsident Schwabens, Jürgen Reichert. 200 Millionen Euro im Jahr gebe sein Bezirk im Jahr für die Eingliederungshilfe aus.
Eingliederung als Chance
Dies war auch für Barbara Stamm, Vizepräsidentin des Bayerischen Landtags und Vorsitzende der Lebenshilfe Bayern, ein wichtiger Punkt. "Eingliederungshilfe ist eine Chance. Ein möglichst selbst bestimmtes Leben ist auch der Wunsch von Menschen mit Behinderung." Um ihnen eine Teilhabe an der Gesellschaft zu gewährleisten, müsse alles , was mit Arbeit zu tun hat, in den Mittelpunkt gestellt werden.
"Was wir brauchen sind keine neuen Gesetze, sondern Sensibilität und Verantwortungsbewusstsein, um bestehende Gesetze mit Leben zu füllen", stellte Stamm dabei klar. Sie wünsche dem Verein einen starken Willen bei der Fortführung seiner Arbeit. Der Vorsitzende Hunold zeigte sich darüber wenig besorgt, wenn nur "etwas von dem Pioniergeist der späten 1950er Jhre einfließt".
