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Schultheatertage-Aufführung "Der Revisor"

24.05.2012 19:00 - 24.05.2012

Aufführung im Rahmen der Kemptener Schultheatertage. Gemeinschaftsprojekt Astrid Lindgren Haus und Allgäu Gymnasium Kempten.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Kunst im Park

24.06.2012 - 24.06.2012

Fahren - Feiern - Flohmarkt

28.07.2012 - 28.07.2012
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Allgäuer Zeitung 29.01.07

 

„Bürger sind hellhörig für die Armut der Nachbarn"


Umfrage der AZ bei sozialen Einrichtungen und Organisationen in Kempten zur Spendenbereitschaft der Menschen

Kempten/Oberallgäu (mor). Die Bürger in der Region haben immer noch ein Herz für ihre Mitmenschen. Diese Feststellung lässt sich aus einer kleinen Umfrage treffen, die die Allgäuer Zeitung bei sozialen Einrichtungen in der Region durchführte. Caritas-Geschäftsführer Uwe Hardt formuliert es so: „Die Bürger sind hellhörig für die Armut der Nachbarn."

„Wir sind immer wieder auf Unterstützung und Hilfe durch Freunde und Mitglieder angewiesen", appelliert der Geschäftsführer des Diakonischen Werks, Wolfgang Grieshammer, an die Bürger. Gleichzeitig zeigt er sich
zufrieden über die Spenden für das Diakonische Werk (DW) in 2006. „Wir haben sogar einen leichten Anstieg um rund 6000 Euro", so Grieshammer. Den Schwerpunkt der Spendenakquise bildete das Projekt „Wilhelm-Löhe- Haus". Dafür muss das DW insgesamt rund eine Million Euro an Eigenmitteln für den Ersatzbau und die Sanierung des Altbaus aufbringen. „Wir haben einen guten Stamm an Spendern, die sich immer wieder finanziell für unsere Einrichtungen engagieren." Auch steige das Grundstockvermögen der Stiftung Lichtblick „klein aber regelmäßig". Die Lebenshilfe für behinderte Menschen Kempten verzeichnete 2006 einen leichten Rückgang an Spenden. Gleichwohl ist Vorsitzender Klaus Meyer dankbar für die Hilfe. Als Hauptgrund für den Rückgang nennt Meyer unter anderem das veränderte Spendenthema: „2005 hatten wir schwerpunktmäßig um Spenden für die Heilpädagogischen Tagesstätte geworben. Im Vorjahr ging es vornehmlich um neue Plätze im Wohnheimbereich." Es sei bekannt, dass eher für Kinder und Jugendliche Geld gegeben werde als für Erwachsene.
Dennoch bleibe der Schwerpunkt auch 2007 auf dem Thema „Wohnen". Denn: Viele Eltern warten seit langem auf einen Wohnheimplatz für ihr erwachsenes Kind. Zweimal im Jahr hat die Arbeiterwohlfahrt Kempten über ihre Sammlungen regelmäßige Einkünfte. „Die sind zwar leicht rückläufig, aber unser eigentliches Problem ist, dass es uns an Sammlern fehlt", berichtet Horst Bittner. Gut gestartet war 2003 die AWO-Stiftung
„Offenes Herz", doch derzeit sei der Zuwachs gering.
Zufrieden ist der Sozialverband VdK Kreisverband Oberallgäu mit dem Ergebnis der Aktion „Helft Wunden heilen". Eine Woche waren dazu Sammler in 29 Ortsvereinen von Oberstdorf bis Altusried unterwegs. „Die Aktion hat sich in vielen Jahren etabliert", so Geschäftsführer Kai Bressel.
Deutlich weniger Firmenspenden gab es in 2006 für den Verein Körperbehinderte Allgäu. Ein Plus gab es laut Geschäftsführer Reinhold Scharpf bei den privaten Zuwendungen. Besonders erfolgreich verlief der Benefizlauf. Er soll heuer wiederholt werden. „Wer nichts tut, wird schnell übersehen." Den Schwerpunkt bei der Spendenakquise legt der Verein zurzeit auf die integrative Kinderkrippe. Inge Waidelich nennt die Spendenbereitschaft für den Bunten Kreis Allgäu gleichbleibend erfreulich - „vielleicht sogar mit einer leicht steigenden Tendenz". Ihrer Meinung nach hat dies sicherlich mit den Arbeitsinhalten und dem „Vor-Ort-Charakter" des Projekts zu tun. Die Kartei der Not berichtet von vielen treuen Spendern, die zum Teil seit Jahrzehnten das Leserhilfswerk unserer Zeitung unterstützen. Als Grund für diese Treue aber auch als Motiv für viele Firmenspenden nennt Kuratoriumsmitglied Uli Delius: „Wir helfen ausschließlich Menschen in unserer Heimat." Leider mache die steigende Armut, Not und Bedürftigkeit auch vor dem Allgäu nicht Halt: „Deshalb kann ich nur hoffen, dass die Allgäuer auch künftig ein großes soziales Herz für ihre Mitbürger haben."



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