Veranstaltungen
| Mo | Di | Mi | Do | Fr | Sa | So |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | |
| 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 |
| 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20 |
| 21 | 22 | 23 | 24 | 25 | 26 | 27 |
| 28 | 29 | 30 | 31 |
Schultheatertage-Aufführung "Der Revisor"
24.05.2012 19:00 - 24.05.2012Aufführung im Rahmen der Kemptener Schultheatertage. Gemeinschaftsprojekt Astrid Lindgren Haus und Allgäu Gymnasium Kempten.
Weitere Informationen finden Sie hier.Kunst im Park
24.06.2012 - 24.06.2012Fahren - Feiern - Flohmarkt
28.07.2012 - 28.07.2012Freie Stellen
Bericht vom Projekt „Ferien & Therapie“ für Kinder von 1-6 Jahren
„Schade, dass wir nur 1 Woche mitgemacht haben“, meinte Josue’s Mama, „nächstes Jahr sind wir bestimmt 2 Wochen dabei sein“. Das war das Fazit einer Mutter, die mit ihrem Kind vom 01.08. – 14.08.11 an dem erstmalig stattfindenden Intensivtherapieprojekt teilnahm. Am Anfang war die Erwartung der Eltern und Kinder deutlich zu spüren, was da wohl so auf sie zukommen würde. Ziel des Angebotes war es, in den Schulferien ein umfangreiches Therapiekonzept anzubieten mit täglicher Physio- und Ergotherapie und bei Bedarf Logopädie. So ist es auf besondere Weise möglich Kinder in ihrer Gesamtentwicklung zu fördern und Eltern praktische Anleitungen und Ideen im Alltag mit ihren Kindern zu vermitteln.
Wir starteten diese 2 Wochen mit einem kleinen Orientierungsspaziergang durch unser Haus und stellten die entsprechenden Zimmer für Aufenthalt und Therapie vor.
Als „Zentrale“ stand uns für diese Zeit das Schülercafe zur Verfügung. Ein angenehmer großer Raum mit Platz zum Sitzen, Spielen, Sofas zum Ausruhen und Lesemöglichkeiten. Dort standen auch immer Kaffee, Tee, Mineralwasser sowie Kekse bereit.
Nach dem anfänglichen Beschnuppern ging es schnell zum Thema „Therapie“ über. Je eine Physiotherapeutin, eine Ergotherapeutin und eine Logopädin boten über den Tag verteilt Therapien für die Kinder an.
Die Pausen zwischen den Therapieeinheiten wurden von den Eltern schnell zu Unterhaltungen und regem Austausch genutzt. Wenn wir zum Therapiewechsel in das Cafe kamen, war dort stets eine angenehme Stimmung. Zwischen den Therapien wurden oft die Fahrräder oder Rollstühle genutzt, welche von den Hilfsmittelfirmen Dambeck und Reha-Team bereitgestellt und individuell angepasst wurden. Besonders für den täglichen Alltag ist eine gut überlegte und individuell abgestimmte Hilfsmittelversorgung wichtig. So lernte ein kleines Mädchen sich in kurzer Zeit mit einem Rollstuhl fortzubewegen und hatte so die Möglichkeit mit anderen Kindern in Kontakt zu treten und die Räumlichkeiten selber zu erkundschaften.
In der ersten Woche stand uns das Schwimmbad im ALH zur Verfügung, was zur Wassergewöhnung und therapeutischem Schwimmen ausgiebig genutzt wurde.
In der 2. Woche fand für die Eltern ein Rückenschulnachmittag statt, der von allen Eltern besucht wurde und sehr positiv angenommen wurde.
Die Eltern machten von der Möglichkeit der Teilnahme an den Therapien regen gebrauch. So fand ein ständiger Austausch zwischen den Therapeuten und Eltern statt, der Lern- und Erfahrungsprozesse in Gange setzte.
Am letzten Tag fuhren wir zur tiergestützten Therapie auf dem Risthof - ein Tag der als Abschluss nicht schöner hätte sein können. Veronika Rist zeigte uns zunächst einmal den Hof mit sämtlichen Bewohnern. Schon da zeigte sich, wer Mut hat z.B. ein Schwein zu füttern oder ein Schaf zu streicheln. Die Ziegen mochten es besonders zwischen den Hörnern massiert zu werden. Die Hasen knabberten Löwenzahn aus der Hand und flitzten im Gehege umher.
Der Höhepunkt war die Möglichkeit die Therapie auf einem Pferd zu spüren. Und was da passierte verblüffte alle Anwesenden. Bis auf ein Kind setzten sich alle Kinder - 3 alleine, 2 mit Therapeutin- auf die 2 Islandponies. Selbst die am schwersten gehandicapte Hira saß gemeinsam mit der Physiotherapeutin strahlend auf dem Pferd und hielt sich am Voltigiergurt fest. Josue, der sonst bei den Angeboten eher zurückhalten war, fühlte sich mit Therapeut sehr sicher und merkte gar nicht, wie er immer weniger Unterstützung bekam. Er hielt sich sogar teilweise mit seiner gelähmten Hand fest.
Liana schon „geübte“ Reiterin machte uns vor, was man auf einem Pony so alles anstellen kann, was Tamina + Felix dann nachmachten
Die Kinder waren von den Ponies gar nicht mehr runter zu bekommen.
Zum Abschluss gab es ein gemeinsames Picknick, bei dem die 2 Wochen noch mal resümiert wurden. Alle Eltern gaben positive Rückmeldungen über die vergangenen zwei Wochen und baten um eine Wiederholung des Projektes. Die Eltern überreichten uns eine Dankeskarte und bereiteten einen rührenden Abschied.
Die Intensivtherapiewochen konnte somit für alle Beteiligten als erfolgreiches und bereicherndes Projekt abgeschlossen werden.
Wir danken den Firmen Telis Finanz AG, Dambeck und Reha-Team für die Untersützung dieses Projektes!
